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There are Hundreds!

Elek­tro­pop-Bands gibt’s mitt­ler­wei­le auch in Deutsch­land wie Sand am Meer. Da fällt es beson­ders schwer unver­kenn­ba­re Juwe­len her­aus zu picken. Zu die­sen Schmuck­stü­cken zählt zwei­fels­oh­ne die Ham­bur­ger Band „Hund­reds“. Das Geschwis­ter­paar brach­te Ende März mit „After­math“ ihr zwei­tes Stu­dio­al­bum zu Tage und ist zur­zeit auf Deutsch­land­tour. Am 23. April war das „Fami­li­en­un­ter­neh­men“ in der Dres­de­ner Scheu­ne zu Gast und ich hab es mir nicht neh­men las­sen der hoch­ge­lob­ten Büh­nen­per­for­mance bei­zu­woh­nen. Eini­ge Ein­drü­cke.

Los ging’s aller­dings mit der Sup­port­band „Tal­king To Turt­les“*. Die bei­den Wahl-Leip­zi­ger schrei­ben gera­de an ihrem drit­ten Stu­dio­al­bum, das im Herbst ver­öf­fent­licht wer­den soll. Zur Freu­de der Anwe­sen­den gaben sie davon ers­te Light-Ver­sio­nen zum Bes­ten. Die Musik, die „TTT“ in der knap­pen drei­vier­tel Stun­de vor dem Hund­reds-Kon­zert spiel­ten, lässt sich vor allem mit einem Wort beschrei­ben: Gefühl­voll. Mit sanf­ten Gitar­ren- und Kla­vier­klän­gen erobern sie die Her­zen der Zuhö­rer im Flug, von den Stim­men der bei­den ganz zu schwei­gen. Um einen klei­nen Ein­druck zu bekom­men, könnt ihr eini­ge Songs über Spo­ti­fy anhö­ren.

Nach­dem die Band im Eil­tem­po ihr Equip­ment abge­baut hat­te, ging es dann gegen 21 Uhr für die Ham­bur­ger Musi­ker los. Ein furio­ses, auf­bau­en­des Intro bil­de­te einen ein­drucks­vol­len Ein­stieg. Schon zu Beginn merk­te man: Die Vor­schuss­lor­bee­ren zur Licht­tech­nik waren kei­nes­falls über­trie­ben. Mit Hil­fe von Leucht­röh­ren und LED-Licht­leis­ten zau­ber­ten die Tech­ni­ker im Hin­ter­grund zum Song pas­sen­de Stim­mung auf die Büh­ne. Doch wie bei jedem Kon­zert steht ja bekannt­lich die Musik im Vor­der­grund und auch da lie­ßen sich „Hund­reds“ nicht lum­pen.

Warum Hundreds? Weil’s funktioniert!

Seit der aktu­el­len Tour­nee ist das Geschwis­ter­paar Eva und Phil­ipp Mil­ner nicht mehr nur zu zweit unter­wegs, son­dern wer­den von einem „Drum­mer“ unter­stützt. Einer der Grün­de war der ver­stärk­te Ein­satz von Schlag­werk im aktu­el­len Album „After­math“, das im März sein Debut fei­er­te. Das Drei­ge­stirn bot von Beginn an eine tol­le Show, allen vor­an die Lead-Sän­ge­rin, die wild tän­zelnd die vol­le Brei­te der klei­nen Büh­ne nutz­te. Das Pro­gramm war dabei so viel­fäl­tig wie ihre Musik: Pop­pi­ge Elek­tro-Klän­ge wech­seln­den sich mit ruhi­gen Kla­vier-Pas­sa­gen ab, sodass für jeden Zuhö­rer etwas dabei war. Neben aktu­el­len Songs wie „Rab­bits On The Roof“ (eine pas­sen­de­re Spiel­zeit gibt es ja fast nicht), „Our Past“ und natür­lich „After­math“ spiel­te die Band auch Musik vom ers­ten Album. Beson­ders ein­drucks­voll waren dabei die Neu-Inter­pre­ta­tio­nen von „Grab The Sun­set“ oder „Blank“.

Als zum Ende des Kon­zerts eini­ge Umbau­maß­nah­men Spon­ta­ni­tät erfor­der­ten, gab Eva Mil­ner die Run­de frei für Fra­gen. Dar­un­ter: Wo steht der Tour­bus? Oder: War­um aus­ge­rech­net der Band­na­me „Hund­reds“? Als die Sän­ge­rin ant­wor­ten woll­te, kam aus dem Hin­ter­grund: „Es funk­tio­niert!“ und Eva nahm das direkt als Ant­wort. Lacher folg­ten. Nach dem letz­ten Lied der Band, folg­te tosen­der Applaus im gro­ßen Saal der Dres­de­ner Scheu­ne. Auch ich selbst war über­rascht von der tol­len Büh­nen­per­for­mance, die die Musik an sich weni­ger erwar­ten lässt. Dan­ke Hund­reds*!

Die bei­den Alben der Band könnt ihr bei­spiels­wei­se über Ama­zon bezie­hen:
„Hund­reds“ (2010)*
„After­math“ (2014)*

In der fol­gen­den Gale­rie gibt es eini­ge Impres­sio­nen vom Kon­zert der bei­den Bands.

*Part­ner­link

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