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Auf Entdeckungsreise durch die „Manufaktur der Träume“.

Wovon träu­men eigent­lich ande­re Men­schen? Die­se Fra­ge hat sich sicher schon der ein oder ande­re von euch gestellt. Die 96-jäh­ri­ge Eri­ka Pohl-Strö­her teilt ihren real gewor­de­nen Traum mit Inter­es­sier­ten in Anna­berg-Buch­holz, Wie­ge­stät­te erz­ge­bir­gi­scher Volks­kunst: Die „Manu­fak­tur der Träu­me“ lässt jeden Besu­cher in die his­to­ri­sche Sam­mel­welt der Wahl-Schwei­ze­rin ein­tau­chen.

Seit mitt­ler­wei­le fünf Jah­ren exis­tiert die Aus­stel­lung im Her­zen der Berg­stadt Anna­berg-Buch­holz und nun habe ich es end­lich ein­mal geschafft, die 1.500 Expo­na­te umfas­sen­de Schau zu besu­chen. Schon als klei­ner Bub hat mich die detail­rei­che, höl­zer­ne Volks­kunst fas­zi­niert.

Die haupt­säch­lich in den Jah­ren 1890 - 1930 ent­stan­de­nen Stü­cke wur­den dabei in drei Eta­gen mit unter­schied­li­chen The­men auf­ge­teilt. Der ers­te Stock trug den Titel „Sehen“. Neben den typi­schen Berg­manns­auf­zü­gen (Arti­kel­fo­to) waren auch gan­ze Berg­wer­ke en minia­tu­re zu sehen. Beson­ders fas­zi­nier­ten mich die Fla­schen-Kunst­wer­ke. Ähn­lich den nord­deut­schen Bud­del­schif­fen wur­den klei­ne Wel­ten in den Behält­nis­sen geschaf­fen. Natür­lich durf­ten auch Jahr­markt-Expo­na­te nicht feh­len - Stich­wort Annaber­ger Kät.

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Im zwei­ten Geschoss stand das „Machen“ im Mit­tel­punkt. Aus der Samm­lung konn­te man hier in ers­ter Linie his­to­ri­sches Holz­spiel­zeug bestau­en und das ein oder ande­re zum Bewe­gen ani­mie­ren. Beson­ders Kin­der hat­ten hier sicht­lich Spaß - die Mäd­chen bei den Pup­pen­stu­ben und die Jungs bei den Modell­au­tos. Außer­dem konn­te man sich typi­sche Volks­kunst in Form von Pyra­mi­den oder auch kom­plet­ten Weih­nachts­ber­gen anschau­en. Sehens­wert war ein gro­ßer, inter­ak­ti­ver Berg, der die Weih­nachts­ge­schich­te zu erzäh­len wuss­te: Mit Spra­che hin­ter­legt kamen nach­ein­an­der Hir­ten und Köni­ge zum Christ­kind in die Krip­pe. Auch die anschlie­ßen­de Flucht wur­de the­ma­ti­siert.

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Den Abschluss bil­de­te die drit­te Eta­ge mit dem Titel „Stau­nen“. Mit­hil­fe indi­rek­ter Beleuch­tung wur­den die fili­grans­ten und sicher hoch­wer­tigs­ten Expo­na­te der Samm­lung in das rech­te Licht gerückt. In der Mit­te des Rau­mes befand sich ein hal­bes Dut­zend Engel, das sich alle acht Minu­ten - unter­malt vom „Ehre sei Gott“ - von der Decke her­ab senk­te.

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Nach zwei Stun­den in der „Manu­fak­tur der Träu­me“  war für mich vor allem eines klar: Hier muss ich wie­der hin. Die Fül­le der Aus­stel­lung lässt sich in die­ser Zeit nicht ent­de­cken. Allen die ein Fai­ble für die höl­zer­nen Kunst­wer­ke haben oder ein­fach mal in eine fas­zi­nie­ren­de, his­to­ri­sche Welt abtau­chen wol­len ist ein Besuch wärms­tens zu emp­feh­len. Die Samm­lung ist täg­lich von 10 bis 18 Uhr geöff­net. Erwach­se­ne zah­len güns­ti­ge 7 Euro, Ermä­ßig­te - wozu im übri­gen auch Schü­ler und Stu­den­ten zäh­len - 4 Euro. Ins­be­son­de­re ist die „Manu­fak­tur der Träu­me“ für Fami­li­en zu emp­feh­len, für die Besuch mit 18 Euro zu Buche schlägt. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen hält die Web­sei­te der Aus­stel­lung  bereit. Dort erfahrt ihr auch, wann ihr an einer der inter­es­san­ten Füh­run­gen teil­neh­men könnt.

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