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Best Cat Content Ever: The Cat Empire in Leipzig.

Im Leben gibt es ja so ver­schie­de­ne Pha­sen, auch musi­ka­lisch. Und gera­de höre ich mir beson­ders gern hand­ge­mach­te Musik mit „klas­si­schen“ Instru­men­ten wie Trom­pe­te, Vio­li­ne oder auch Kla­vier an. Da kam es mir ganz gele­gen, dass die aus­tra­li­sche Band „The Cat Empi­re“, die all die­se Instru­men­te kom­bi­niert, im Rah­men der „Rising With The Sun“-Tour im Leip­zi­ger Werk 2 zu Gast war - und ein Stu­di­en-Kol­le­ge ein Ticket über hat­te. Eini­ge Ein­drü­cke.

Schon vor dem Jahr­tau­send­wech­sel began­nen Oli­ver McGill (Key­board), Felix Riebl (Per­cus­sion und Gesang) und Ryan Mon­ro (Kon­tra­bass) mit ers­ten Gigs rund um ihre Hei­mat­stadt Mel­bourne. Kur­ze Zeit spä­ter stie­ßen Har­ry James Angus an der Trom­pe­te, Will Hull-Brown am Schlag­zeug und Jam­shid „Jumps“ Kha­di­wa­la als DJ dazu. Die Com­bo war per­fekt und die Erfolgs­ge­schich­te nahm ihren Lauf. War die Band in den ers­ten Jah­ren vor allem im eng­lisch­spra­chi­gen Raum bekannt, folg­te 2004 der ers­te Auf­tritt in Deutsch­land, 2007 waren die sechs Män­ner bereits bei den Fes­ti­vals „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ dabei. Damals konn­te „The Cat Empi­re“ bereits auf vier Alben zurück­bli­cken.

Mit „Rising With The Sun*“ ist die aus­tra­li­sche Band aktu­ell mit dem sieb­ten Ton­trä­ger auf Euro­pa-Tour. Ein Stopp in Leip­zig durf­te nicht feh­len. Musi­ka­lisch blei­ben sie sich ihrer Linie treu. Sie bie­ten außer­ge­wöhn­li­che Klän­ge, die in kei­ne Schub­la­de pas­sen. Ob Rock, Jazz, Funk, Ska, Latin und etwas Hip Hop - all das ver­ei­nen „The Cat Empi­re“ in ihren Songs und brin­gen so ganz beson­de­re Kom­po­si­tio­nen zu Gehör. Und nicht nur das: Bereits mit den ers­ten Klän­gen wird klar, dass die Jungs auch Live-Per­for­mance kön­nen. Songs wie „Bulls“, „Wol­ves“ oder „Eagle“ brin­gen die Men­ge zum Toben und Pogen. Vor allem vorn in geschätzt Rei­he 8 ging so rich­tig die Post ab.

Als Songs wie „Still Young“ oder „Brigh­ter Than Gold“ vom vor­an­ge­gan­ge­nen Album „Ste­al The Light*“ erklan­gen, hielt es kei­nen mehr am Boden. Von links und rechts spran­gen die Fans durch die Gegend, Frau­en oder bes­ser Mäd­chen mach­ten mun­ter mit - Schuh-Absät­ze inklu­si­ve (wir wit­zel­ten im Vor­feld über Arbeits­schutz-Schu­he, die wären aber nicht schlecht gewe­sen). Spaß hat­ten wir aber trotz­dem oder vor allem des­halb, denn die Band zeig­te dabei ihre gro­ße Stär­ke - die Fle­xi­bi­li­tät und Authen­ti­zi­tät. Fle­xi­bi­li­tät des­halb, weil jedes vom Publi­kum gefei­er­te Stück ent­spre­chend aus­ge­dehnt wur­de. For­der­ten die Gäs­te eine pas­sen­de Zuga­be, so war wei­ter­hin Hal­li-Gal­li ange­sagt. Authen­ti­zi­tät, weil die sechs Jungs nichts dar­stel­len woll­ten und kei­ne Rol­le ein­nah­men, son­dern ein­fach sie selbst waren. Das schät­ze ich bei Musi­kern beson­ders.

Natür­lich kann nie­mand per­ma­nent Voll­gas geben und so waren ruhi­ge­re Songs wie „Mid­ni­ght“, „All Night Loud“ oder „Qué Será Aho­ra“ eine will­kom­me­ne Abwechs­lung. Wie letz­te­res gab es eini­ge mul­ti­lin­gua­le Titel. Dazu zähl­te auch „Bata­clan“, dass an die Opfer des isla­mis­ti­schen Anschlags im gleich­na­mi­gen Pari­ser Clubs, in dem sie 2007 und 2012 spiel­ten, erin­nern und ermu­ti­gen soll. Zum Abschluss des phä­no­me­na­len Kon­zerts ging es dann wie­der sport­li­cher zu und die zahl­rei­chen Fans waren nicht mehr zu hal­ten. Dazu trug neben der Musik auch die recht ein­fa­che, aber trotz­dem sehens­wer­te Licht­per­for­mance sowie das hüb­sche Büh­nen­bild bei. Nach rund zwei Stun­den war das Spek­ta­kel, das für mich eines der außer­ge­wöhn­lichs­ten Kon­zert­er­leb­nis­se dar­stell­te, zu Ende.

Zur Web­sei­te der Band „The Cat Empi­re“
20161030-the-cat-empire

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