Seit Wochen beherrschen graue Wolken den Himmel über Sachsen. Dabei begann das Jahr so vielversprechend: Bei knackigen Temperaturen unter Null Grad Celsius zeigte sich im Januar der Winter von seiner romantischen Seite. Ich war damals in der Landeshauptstadt Dresden an der teilgefrorenen Elbe mit der Kamera unterwegs. Zeit für einen stimmungserhellenden Rückblick.
Strahlender Sonnenaufgang an der Altstadt
Es ist kurz nach halb neun, als ich auf der altehrwürdigen Albertbrücke ankomme. Schnell packe ich meine Nikon Z6 III mit dem 24–120 mm Objektiv aus. Denn die Sonne hat sich bereits über dem Horizont erhoben. Sie taucht die schneebedeckte Silhouette der Dresdner Altstadt in ein warmes Licht. Im Kontrast dazu fließt die eisige Elbe im Vordergrund entlang. Große Eisschollen suchen sich ihren Weg zwischen Bojen, Booten und Brocken. Lautstarkes Knarzen zeugt von energiegeladenen Kollisionen.
Nicht nur Hundebesitzer:innen treffe ich an diesem Sonn(en)tag am verschneiten Elbufer. Die klare Morgenluft nutzen auch Langläufer:innen für einen Ausflug an das verschneite Elbufer. Davon unbeeindruckt zeigen sich die Enten, Möwen und Kormorane über und auf den Eisschollen von Sachsens größten Fluss. Sie tanzen in der frostigen Luft. Nach einer Stunde melden sich die Kälterezeptoren an Händen und Füßen. In Vorfreude auf einen warmen Kaffee verlasse ich die frostig winterliche Szenerie.
Eisiger Elbspaziergang in Laubegast
Nach einiger Aufwärmzeit lädt die Wintersonne zu einem Nachmittags-Spaziergang nach Laubegast. Das kleine Viertel am südöstlichen Ende der Tramlinie 9 begeistert durch seinen ländlichen Charakter. Im Winter verwandelt sich der asphaltierte Elberadweg in eine angenehme Laufstrecke, von der sich der Blick über den 252 Meter hohen Fernsehturm bis nach Pillnitz schweifen lässt. Auf den Elbwiesen tummeln sich zahlreiche Enten, Gänse sowie Schwäne, die ich aus nächster Nähe beobachten kann. Einige von ihnen nutzen den Tag für ein Sonnenbad, andere für ein Schläfchen.
Apropos Schläfchen: Kleine Cafés und rustikale Restaurants laden auch im Winter zum entspannten Verweilen ein. Im Warmen lassen sich durch die Fenster wunderbar die erhabenen Eisschollen betrachten, welche meditativ die Elbe hinab treiben. So findet einer der wenigen Sonnentage ein würdiges Ende, bevor der wärme- und lichtspendende Planet langsam am Horizont verschwindet.
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