Skip to content

Wei(hnachts)mar(kt).

Weihnachtsland Erzgebirge. Wenn man von hier kommt, ist man quasi schon vorge­schä­digt, was Weihnachtsmärkte anbe­langt. Um auch einmal über den Tellerrand hinaus zu schauen, führte der Weg am dritten Advent in die Kulturstadt Weimar. Und was soll man sagen: Auch andere Weihnachtsmänner haben schöne Wichtel (oder so ähnlich).

Weihnachten ist nicht nur das große Fest des Einzelhandels, sondern auch ein Fest mit einer Menge Flair und tollen Eindrücken. Dieses Jahr wollte ich diese Eindrücke nicht nur auf den bekannten Märkten im Erzgebirge sammeln, sondern auch über die Grenzen des Bundeslandes hinweg. Was bot sich da besser an, als eine ehema­lige Mitstudentin in Weimar zu besu­chen.

Mit dem Pkw ist die Stadt nahe der thürin­gi­schen Landeshauptstadt Erfurt von Chemnitz aus in 90 Minuten zu errei­chen, per Fernbus müssen 2,5 Stunden einge­plant werden. Am Wochenende ist die von vielen Pendlern genutzte Autobahn 4 gut ohne nervige Staus befahrbar. Auch Parkplätze sind sonn­tags in Weimar soweit ausrei­chend vorhanden.

20151213-Weimar-4

Überrascht hat mich der char­mant klas­si­sche Weihnachtsmarkt, der sich über mehrere Plätze und Gassen erstreckt. Gerade in Chemnitz, wo immer mehr „Bling-Bling“ und Jahrmarktstimmung Einzug hält, kann man sich da noch eine Scheibe abschneiden. Auch wenn die histo­ri­schen Gebäude dem Ganzen natür­lich sehr zuträg­lich sind.

Als klammer Student sind selbst­ver­ständ­lich auch die Preise nicht ganz unin­ter­es­sant. Obwohl näher am teureren west­deut­schen Bundesgebiet gelegen, gibt es keine Mehrkosten gegen­über den Märkten hier­zu­lande – im Gegenteil: Glühwein und Bratwurst sind teil­weise preis­werter. Das mag viel­leicht auch am prozen­tual höheren Studentenanteil liegen.

Insgesamt kann ich jedem erzge­birgs­ver­wöhnten Weihnachtsmarktgänger nur empfehlen einmal einen klei­neren, weniger über­lau­fenen Markt im Umland zu besu­chen. (Und nein, ich meine damit nicht den Dresdner Striezelmarkt.) Selbst Sonntagnachmittag hielt sich der Ansturm in Weimar in Grenzen und der Besuch artete zu keiner Zeit in Stress aus. Ganz davon abge­sehen, dass die Stadt an sich eine Reise wert ist.

Doch so schön die Ferne auch ist, an den Weihnachtstagen selbst zieht es uns alle heim. Und so wünsche ich euch und euren Lieben ein tolles und frohes Fest, einige besinn­liche Stunden der Erholung und einen gesunden Jahreswechsel! Hoffentlich findet Frau Holle doch noch das ein oder andere Kissen und wir können uns über etwas Schnee freuen.

20151213-Weimar-1

Schreibe den ersten Kommentar

Kommentar verfassen