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Bundesligaluft schnuppern beim BVB.

Erstens kommt es anders, zwei­tens als man denkt. Vor nicht einmal einer Woche hätte ich nicht für möglich gehalten, dass ich hier sitze. Dortmund, Signal Iduna Park, Nordtribüne. Auf einem bele­derten Klappsitz in Block 73, Reihe 13. Den aktu­ellen Tabellendritten in der Fußballbundesliga Borussia Dortmund beju­belnd. Bangend, feiernd, hoffend. Mit 81.360 anderen Menschen. Gänsehaut. Doch ich will von vorn beginnen.

Alles begann mit einem Tippspiel

Fußball, das ist Deutschlands Mannschaftssport Nummer 1. So wundert es kaum, dass auch ich dem runden Leder gerne beim Rollen, Fliegen und Im-Netz-Zappeln zuschaue. Deshalb kam es für mich wie gerufen, als einer der Hauptsponsoren des BVB, der chine­si­sche Elektronikhersteller HUAWEI, für die laufende Rückrunde eine Kicktipp-Gruppe für Journalisten, Blogger und Influencer ins Leben rief. Dem Spieltagsgewinner winkten zwei Freitickets. Ich meldete mich also an – mit dem Gedanken im Hinterkopf ja sowieso nicht zu gewinnen. Es gingen die ersten Spieltage ins Land. Einige Tipps passten wie das Runde ins Eckige, der Großteil brachte aber keine Punkte. Bis zum ‚6. Spieltag‘.

Überraschenderweise tippte ich einige Ergebnisse besser als die geschätzten Kollegen. Ich konnte es am Abend des 23. April kaum glauben. Sollte ich kleiner Hobby-Blogger, der mit fußbal­le­ri­schen Halbwissen ‚glänzt‘, tatsäch­lich die Tickets für den kommenden Spieltag sicher haben? Die Antwort folgte am nächsten Tag, als mich die Mail einer netten Kollegin aus der HUAWEI-PR-Agentur erreichte, die mit den Worten „Herzlichen Glückwunsch“ begann. Ich sollte nun also wirk­lich am 29. April beim Spiel gegen den 1. FC Köln dabei sein.

Es folgte die Suche nach dem passenden Ticketbuddy und ich kam auf Benny, den wohl größten BVB-Fan im Freundeskreis. Der zögerte nicht lange und sagte zu. Als dann am Mittwoch die beiden Tickets eintrafen, traute ich meinen Augen kaum: Neben den Platzkarten, die den Zugang zur Zumtobel Group Lounge beinhal­tete, gab es ein Parkticket direkt am Stadion sowie zwei Fanschals gratis dazu. Ich freute mich wie Aubameyang nach einem Kopfballtor und die Spannung fand schon da keine Grenzen.

Königlicher Service in der Zumtobel Group Lounge

Kurz vor 8 Uhr ging es für uns am Samstag in das über 500 Kilometer entfernte Dortmund. Das Wetter spielte so gut mit, dass wir kurz nach 9 Uhr ein zünf­tiges Raststätten-Frühstück genießen konnten. Etliche Autobahnkilometer und eine Pause später war das Stadion in greif­barer Nähe. Gegen 13.30 Uhr tunnelten wir das Vereinsmuseum ‚Borusseum‘ und befuhren den wohl besten Parkplatz, den man sich als Fan und Besucher nur wünschen kann. Er befand sich direkt am Signal Iduna Park, wie das Westfalenstadion seit 2007 offi­ziell heißt, und nur wenige Schritte trennten uns vom Eingang.

Der Einlass in Stadion und Lounge ging unkom­pli­ziert und schnell. So schnell, dass es schon wieder unwirk­lich war. In der Zumtobel Group Lounge ange­kommen, fanden wir uns in einer komplett fremden Fußballwelt wieder. Einer Welt, in der der Fußball zum Happening und das Spiel zur Nebensache wird. Einer Welt, in der ich am Buffet zwischen Seehecht und Kalbsfilet entscheiden kann und adrette KellnerInnen das kühle Pils an den Platz bringen. Einer Welt, in der Kellner Wägen mit Nüssen und Studentenfutter durch die Tischreihen schieben und mir Zigaretten anbieten. Eine gefäl­lige, aber auch irgendwie versnobte Welt.

Der Weg hinaus zum Block führte an den Damen der Hospitality vorbei, die bereit­willig die Glastüren öffneten und uns den Weg leiteten. Wir bezogen also endlich unsere Plätze und genossen die Atmosphäre. Kurz vor 15 Uhr wurde es das erste Mal richtig laut, als die Spieler beider Teams aus den Kabinen kamen und sich aufwärmten. Die Stimmung erreichte vor Anpfiff ihren Höhepunkt, als die offi­zi­elle Hymne „You’ll never walk alone“ ertönte und die Fans laut­stark mitsangen mitgrölten.

BVB mit torlosem Remis, aber regulären Toren

Kaum ertönte der Anpfiff zeigten die Dortmunder Borussen ihre Offensivstärken und spielten einige Male geschickt aufs Tor, verfehlten es aller­dings um Zentimeter. Der Vorwärtsdrang sollte anhalten und zum Tor durch Pierre-Emerick Aubameyang führen, das aller­dings vom Schiedsrichter direkt als Abseits gewertet wurde. Ein Fehler, wie sich im Nachhinein heraus­stellte. Ein unglück­li­cher Marco Reus lenkte eben­falls im Abseits stehend einen sicheren Torschuss ab und machte den Treffer ungültig. Als der Halbzeitpfiff ertönte stand auf beiden Seiten die Null, wobei der BVB die deut­lich besseren Chancen vorweisen konnte. Die Stimmung war weiterhin phäno­menal.

In der Pause genossen wir die Vorzüge einer Lounge mit guter Toiletten- und Nahrungsinfrastruktur. Neben Curry- und Bratwurst für den kleinen herz­haften Hunger bot der Cateringservice Kuchen, Eis und leckere Waffeln für Leckermäulchen an. Die sehr gute Getränkeversorgung natür­lich nicht zu vergessen – in einer Fußball-Welt, an die man sich durchaus gewöhnen könnte. Eine Viertelstunde später ging es für die beiden Mannschaften weiter und wir sahen ein ziem­lich einsei­tiges Spiel. Borussia war weiter am Drücker, konnte die Chancen aller­dings nicht in Tore verwan­deln. 72% Ballbesitz und 23:5 Torschüsse standen für den BVB nach 90 Minuten auf dem Papier.

Nun sitze ich hier, sauge weiterhin die traum­hafte Stimmung auf und kann die letzten Stunden noch gar nicht so richtig fassen. Alles ist so surreal. Vor allem für meinen Kumpel und mich, die noch nie Lounge-Luft schnup­perten. Ein herz­li­ches Dankeschön deshalb an HUAWEI für die schönen Stunden und die tolle Erfahrung. Danke für Eindrücke, die kaum mit Geld aufzu­wiegen sind. Ich gehe wieder in die Lounge, Benny wartet am schi­cken Stehtisch mit dem Essen vom reich­hal­tigen Abendbuffet. Die über 500 Kilometer nach Hause wollen ja auch noch gefahren werden.

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