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Kosmonaut 2015. Das war der Festival-Samstag.

Nach einem fan­tas­ti­schen ersten Fes­ti­val­tag lockte der Sams­tag mit wei­te­ren musi­ka­li­schen Höhe­punk­ten wie Future Islands, K.I.Z oder Kraft­klub. Doch Petrus wollte anschei­nend nicht so wie die gut gelaun­ten Fans und Besu­cher: Dies­mal machte das reg­ne­ri­sche “Sommer”-Wetter einen Strich durch die Rechnung.

Kaum hatte ich 15 Uhr das Fes­ti­val­ge­län­de betre­ten, ging ein ordent­li­cher Regen­guss über Raben­stein nieder – zum Leid der Besu­cher und Künst­ler. Der Gum­mi­stie­fel war also Mode-Acce­soi­res Nummer 1 und Regen­pon­chos wurden in Massen aus­ge­ge­ben. Trotz allem gab das der aus­ge­las­se­nen Stim­mung keinen Abbruch – vor allem im Hin­blick auf die gran­dio­sen Musiker.

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Jesper Munk

Nach einem kurzen Besuch bei “Tal­king To Turt­les” ging es auf der Haupt­büh­ne mit dem Münch­ner Künst­ler Jesper Munk in den Schlamm-Sams­tag. Der cha­ris­ma­ti­sche Sänger und Gitar­rist gab gemein­sam mit Bas­sist und Schlag­zeu­ger eine Reihe von Songs aus dem aktu­el­len Album Claim zum Besten.

Balthazar

Einer der Lieb­lings­künst­ler am Sams­tag war für mich die bel­gi­sche Band Balt­ha­zar. Die Musi­ker um Maar­ten Devol­de­re, Jinte Deprez, Patri­cia Van­nes­te, Simon Casier und Michiel Bal­caen boten feins­ten Indie-Rock mit herr­lich melo­di­schen Klän­gen. Beson­ders toll fand ich die Songs vom neuen Album “Thin Walls”.

Future Islands

Die wohl wei­tes­te Anrei­se hatte die ame­ri­ka­ni­sche Band Future Island. Doch die war es zwei­fels­frei wert: Die drei Männer um den extro­ver­tier­ten Sänger Samuel T. Her­ring zeig­ten eine erfri­schen­de Per­for­mance mit eini­gen sagen wir mal unge­wöhn­li­chen Tanz­ein­la­gen. Ein­drück­lich war vor allem die unver­kenn­ba­re und ein­zig­ar­ti­ge Stimme Her­rings, die auch im aktu­el­len Album “Sin­gles hörbar ist.

AnnenMayKantereit

Es folgte auf der Haupt­büh­ne der Auf­tritt der recht jungen Band mit dem Namen Annen­May­Kan­te­reit, der sich aus den Künst­ler­na­men Chris­to­pher Annen, Hen­ning May und Seve­rin Kan­te­reit zusam­men setzt. Bereits im letz­ten Jahr spiel­ten sie auf dem Kos­mo­naut Fes­ti­val – leider ver­pass­te ich den Auf­tritt. Nun also kam ich in Genuss der Kölner Pop-Rock-Band zu lau­schen. Wie auch bei Future Islands war das prä­gends­te die unge­wöhn­lich erwach­sen klin­gen­de Stimme des Sän­gers Hen­ning May.

Antilopen Gang

Am Vortag noch bei einem Soli-Kon­zert für das Frei­ta­ler Flücht­lings­heim, spiel­te die Hip-Hop-Gruppe Anti­lo­pen Gang am Sams­tag auf der Noisey-Bühne. Mit klaren Zei­chen gegen Rechts und Aus­län­der­feind­lich­keit stie­ßen sie bei den Fans auf offene Ohren – und auf eine Bomben-Stim­mung. Zum Reper­toire gehör­te unter ande­rem “Beate Zschäpe hört U2” aus dem 2014 erschie­ne­nen Album “Aver­si­on”.

K.I.Z

Einer der groß ange­kün­dig­ten Head­liner war die Ber­li­ner Hip-Hop-For­ma­ti­on K.I.Z. Im Vor­feld war ich auch auf­grund der rup­pi­gen Texte kein großer Fan der Band, doch das änder­te sich im Laufe des “Kon­zerts” (besser man spricht wohl von Show): Die Büh­nen­de­ko­ra­ti­on als auch Per­for­mance über­zeug­te, treue Fans sangen jeden Ton mit. Das mün­de­te schluss­end­lich in einen rich­ti­gen Abriss. Zum Groß­teil erklan­gen Songs aus dem neuen, nicht ganz ernst zu neh­men­den Album “Hurra die Welt Geht Unter” unter ande­rem auch ein Fea­ture mit Annen­May­Kan­te­reit-Sänger Hen­ning May.

Kraftklub

Den großen Abschluss bil­de­ten die Orga­ni­sa­to­ren des Kos­mo­naut Fes­ti­vals selbst. Mit Kraft­klub stand die der­zeit wohl erfolg­reichs­te ost­deut­sche Band auf der Haupt­büh­ne. Mit nahezu kom­plet­ten Tour-Equip­ment brach­ten sie die Bühne zum beben und die Massen zum toben. Eine breite Mischung aus alten und neuen Songs (wobei die alten meines Erach­tens über­wo­gen) boten eine tolle Mischung aus den letz­ten Jahren Kraft­klub. Natür­lich durfte auch Pyro­tech­nik nicht fehlen.

Dieses Kon­zert wird sicher in die Geschich­te ein­ge­hen! Apro­pos Geschich­te: Damit war das Kos­mo­naut Fes­ti­val am Stau­see Ober­ra­ben­stein auch schon wieder vorbei. 2016 soll die Fete am 24. und 25. Juni stei­gen. Natür­lich werde ich wieder mit dabei sein – einmal Kos­mo­naut, immer Kosmonaut.

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