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UE Roll im Alltagstest.

Der Sommer neigt sich lang­sam aber sicher dem Ende ent­ge­gen, die graue Jah­res­zeit bricht an. Um etwa bei Out­door-Akti­vi­tä­ten trotz­dem die gute Laune zu behal­ten, eignen sich unter ande­rem Blue­tooth-Laut­spre­cher und die pas­sen­de Musik. Mit der Roll hat der ame­ri­ka­ni­sche Her­stel­ler Ulti­ma­te Ears unlängst ein ent­spre­chen­des Gadget auf den Markt gebracht, das durch seine Mobi­li­tät sowie uni­ver­sel­len Ein­satz­mög­lich­kei­ten glänzt. Doch wie schlägt sich der Spea­k­er in der Praxis? Und stimmt die Klang­qua­li­tät? Fragen über Fragen, die es in einem Test zu beant­wor­ten galt.

Verpackung und Lieferumfang

Die Ver­pa­ckung der UE Roll kommt klein, schlicht und vor allem res­sour­cen­scho­nend daher: Etwas dicke­res Papier/Pappe müssen für den Schutz des Gad­gets wäh­rend des Trans­ports rei­chen. Auch sonst ist der Inhalt eher spär­lich. Neben einer Kurz­an­lei­tung legt Ulti­ma­te Ears ledig­lich ein microUSB-Kabel bei, über das der kabel­lo­se Laut­spre­cher gela­den werden kann. Leider wird wie auch beim großen Bruder UE Mega­boom, den ich bereits vor eini­gen Wochen zum Testen im Hause hatte, auf ein 3,5 mm Klin­ken­ka­bel verzichtet.

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Design und Verarbeitung

Auf dem ersten Blick erin­nert die UE Roll stark an eine Muschel: Die runde Ober­flä­che sieht schick aus und auf­grund des ovalen Quer­schnitts ist genug Platz für die inne­ren Kom­po­nen­ten. Wie unter ande­rem den drei Laut­spre­chern, die sich unter einem tex­ti­len, in meinem Fall extra­va­gant gestal­te­ten, Gewebe ver­ste­cken. Dort finden sich auch die großen But­tons zur Laut­stär­ke­re­ge­lung. Sie täu­schen jedoch etwas, denn nur im mitt­le­ren Bereich der auf­ge­stick­ten Sym­bo­le sind die phy­si­schen Tasten verbaut.

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Auf der Rück­sei­te fällt direkt die große gelbe Schlau­fe ins Auge. Sie eignet sich unter ande­rem zum Tragen oder zum Auf­hän­gen und Mon­tie­ren an Ästen, Stäben, Ruck­sä­cken oder der eige­nen Klei­dung. Hier sind der Fan­ta­sie kaum Gren­zen gesetzt. Selbst Klem­men ist kein Pro­blem, da das Seil sehr dehn­bar ist. Des Wei­te­ren inte­griert Ulti­ma­te Ears auf der Rück­sei­te den On/Off-Button sowie den Blue­tooth-Button zum Pairen des Geräts. Hinter einer Klappe ver­birgt sich neben einem microUSB-Anschluss zum Laden des inte­grier­ten Akkus auch ein 3,5 mm Klin­ken­an­schluss zum kabel­ge­bun­de­nen Wie­der­ge­ben von Musik.

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Nichts zu meckern gibt es bei der Ver­ar­bei­tung der UE Roll. Alle Kom­po­nen­ten sind fest ver­bun­den und nichts knarzt – selbst das Tex­til­ge­we­be macht län­ge­re Trans­port­ak­tio­nen mit ordent­lich Rei­bung an den Rän­dern ohne Pro­ble­me mit. Das ist auch not­wen­dig, denn Abmes­sun­gen mit einem Durch­mes­ser von 135 mm, einer Höhe von 40 mm sowie einer Masse von 330 g laden zu einem mobi­len Ein­satz förm­lich ein. Wie auch die Bruder- und Schwes­ter­ge­rä­te ist die UE Roll sowohl stoß- als auch staub- und was­ser­fest. Und damit ver­spricht der Her­stel­ler kei­nes­falls zu viel: Im Frei­bad machte das Gadget eine gute Figur, Aus­fäl­le Fehl­an­zei­ge. Wich­tig: Das genutz­te Smart­phone sollte diese Eigen­schaf­ten auch mitbringen.

Bedienung und Klangqualität

Wie üblich ist das Smart­phone per Blue­tooth schnell mit der UE Roll gekop­pelt (bis zu acht Geräte sind mög­lich). Dann kann schon Musik auf den Laut­spre­cher gestreamt werden. Um den vollen Leis­tungs­um­fang nutzen zu können, lohnt sich jedoch die Instal­la­ti­on der App UE Roll”. Dann steht dem Nutzer ein fünf­spu­ri­ger Equa­li­zer zur Ver­fü­gung, mit dessen Hilfe die ein­zel­nen Klang­fre­quen­zen ange­passt werden können. Auch eine Vor­ein­stel­lung zur Bass­ver­stär­kung ist wähl­bar. App-Nutzer können des Wei­te­ren den Akku­stand des Laut­spre­chers visu­ell über­prü­fen und das Gerät unkom­pli­ziert per Smart­phone ein- und ausschalten.

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An Bord der Ulti­ma­te Ears App befin­det sich außer­dem ein Wecker, der es dem Nutzer erlaubt die im Vor­hin­ein pro­gram­mier­te Lieb­lings­mu­sik beim Auf­wa­chen zu hören. Dazu muss jedoch das Smart­phone oder Tablet mit der UE Roll ver­bun­den sein – ansons­ten ertönt ein Stan­dard-Weck­ton. Besitzt einer eurer Freun­de das glei­che Modell, so könnt ihr eure Spea­k­er kop­peln und Ste­reo­klang genie­ßen. Diese Funk­ti­on konnte ich aller­dings nicht testen.

Doch wie steht es jetzt eigent­lich um die Klang­qua­li­tät? Selbst­ver­ständ­lich darf hier kein Klang­vo­lu­men eines großen Laut­spre­chers als Refe­renz gesetzt werden. Jedoch finde ich die Leis­tung vor allem im Mitten- und Höhen-Bereich beacht­lich. Über­steu­ern sucht man selbst bei einem maxi­ma­len Laut­stär­ke­pe­gel von 85 dBA ver­ge­bens. Typisch für klei­ne­re Spea­k­er sind die etwas schwa­chen Tiefen, die jedoch zu ver­schmer­zen sind und das Klang­bild kaum trüben.

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Reichweite und Akku

Um etwa bei einer Grill­par­ty den Abend nicht per­ma­nent in der Nähe des Spea­k­ers ver­brin­gen zu müssen, ist natür­lich eine ordent­li­che Blue­tooth-Reich­wei­te wich­tig. Hier liegt die UE Roll mit rund 20 m im Durch­schnitt. Auch die Akku­lauf­zeit geht ange­sichts der über­sicht­li­chen Maße des Laut­spre­chers in Ord­nung: Laut Her­stel­ler sind 9 Stun­den mög­lich. Im Dau­er­be­trieb kamen bei mir rund 8 Stun­den zu Stande. Der aktu­el­le Lade­zu­stand kann neben der App zusätz­lich über das gleich­zei­ti­ge Drü­cken des Leiser- und Lauter-But­tons abge­ru­fen werden. Geht der Saft einmal aus, dauert der kom­plet­te Lade­vor­gang jedoch üppige 6 Stunden.

Fazit

Mit der Roll hat Ulti­ma­te Ears einen attrak­ti­ven ultra­mo­bi­len Blue­tooth-Laut­spre­cher auf den Markt gebracht. Die kom­pak­ten Abmaße, das gerin­ge Gewicht sowie unter­schied­lichs­te Fixie­rungs­va­ri­an­ten ermög­li­chen den Trans­port selbst bei län­ge­ren Out­door-Touren. Die Klang­qua­li­tät ist zudem auf einem sehr hohen Niveau, auch wenn sich nicht ganz an die der großen Bru­der­ge­rä­te Boom oder Mega­boom her­an­reicht. Ange­sichts des Kauf­prei­ses von der­zeit 125 Euro auf Amazon* ist das Gadget durch­aus eine Emp­feh­lung für all jene, die auch unter­wegs mit Freun­den nicht auf ihre Lieb­lings­mu­sik ver­zich­ten wollen. Ein “Must-Have” ist es jedoch nicht.

*Part­ner­link


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