Endlich ist er da, der Winter. Das sonnige Wetter lockt in diesen Tagen in die verschneite Natur. Besonders charmant zeigt sich die weiße Pracht im Erzgebirgswald. Ein ausgedehnter Sonntagsspaziergang durch den friedvollen Miriquidi mit der Fuji X100V hat mich zu einem kleinen Gedicht in erzgebirgischer Mundart inspiriert.
Sunntichs kumm iech garn zur Ruh,
Vur allm im Winner, da isses Watter derzu.
Guck ausm Fanstr, sah su viel Schnee,
Denk of emol: „Iech muss huch vom Kanapee!“Flugs giehts in Stiefel un Anorak,
A de Gamera werd eigepackt.
Iech gieh in Boosch, mei schennstes Flackl,
mitn Äppel in dor Tosch un e Kuchn im Packl.Dor Schnee knärzt leise unner de Schuh,
Darieber frei iech mich jeds Gahr su.
De Sonn lacht vorschmitzt zwischn de Baam,
Drbei de Stille, ‘s is e Traam.Alls reen mocht de weiße Pracht,
Und iech bi drwagn e weng bedacht.
In dar hektischen Zeit, tagaus tagein,
her iech nu e mol in mich nein.Sunntichs komm iech garn zur Ruh,
Vur allm im Winner, da isses Watter derzu.
In dor Natur, do fiel iech mich frei.
Un frei mich hier drham zu sei.
Dazu eine freie Übersetzung ins Hochdeutsche: (Leider sind einige Passagen nicht adäquat reimbar)
Sonntags komme ich gern zur Ruh’,
Vor allem im Winter, da ist das Wetter dazu.
Schau aus dem Fenster, seh’ so viel Schnee,
Denk auf einmal: “Ich muss hoch von der Couch!”Schnell sind Stiefel und Jacke angezogen,
Und auch die Kamera eingepackt.
Ich geh’ in den Wald, meinen schönsten Fleck,
mit Äpfel in der Tasche und Kuchen im Gepäck.Der Schnee knarzt unter den Schuhen,
Darüber freue ich mich jedes Jahr sehr.
Die Sonne lacht verschmitzt zwischen den Bäumen,
Dazu die Stille, es ist ein Traum.Die weiße Pracht macht alles schön rein,
dabei werde ich etwas melancholisch.
In der tagtäglich hektischen Zeit,
höre ich einmal in mich hinein.Sonntags komme ich gern zur Ruh’,
Vor allem im Winter, da ist das Wetter dazu.
In der Natur, da fühl’ ich mich bei.
Und freue mich hier Zuhause zu sein.
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