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Quartalsansichten: Herbstschlösser und Winterkrippe.

Ein ver­rück­tes Jahr 2020 neigt sich dem ersehn­ten Ende. In den letz­ten drei Mona­ten zeigte sich zumin­dest hier und da der Herbst und der Winter von der schö­nen Seite. Der Weg führt unter ande­rem in die Nähe von Penig an die Zwi­ckau­er Mulde zu Schloss Rochs­burg sowie in den Chem­nit­zer Süden mit herr­li­chem Blick auf das Schloss Augus­tus­burg. Der Novem­ber und Dezem­ber waren geprägt von Aus­gangs­be­schrän­kun­gen. Licht­blick war an den Weih­nachts­ta­gen der ver­schnei­te Hei­mat­ort und der hübsch in Szene gesetz­te Krip­pen­weg durchs Dorf.

Schloss Rochsburg: Zwischen herbstgelb und himmelblau

Der gol­de­ne Okto­ber machte am Wochen­en­de des 24. Okto­ber seinem Namen alle Ehre. Bei Son­nen­schein und ange­neh­men 17 Grad Cel­si­us führte der Weg über Burg­städt zum Höll­teich. Der Wan­der­park­platz war Aus­gangs­punkt einer herbst­li­chen, 10 Kilo­me­ter langen Komoot-Wan­de­rung. Wir bewäl­tig­ten sie ent­ge­gen der eigent­li­chen Lauf­rich­tung und erkun­de­ten zu Beginn die Gegend um Ame­ri­ka, einem Orts­teil der Stadt Penig. Durch Wälder und an Fel­dern ent­lang führte ein Höhen­wan­der­weg, der einen schö­nen Blick auf die Zwi­ckau­er Mulde und die herbst­lich gefärb­te Natur bot.

Höhe­punkt der Wan­de­rung stell­te das kleine Ört­chen Rochs­burg mit dem angren­zen­den Renais­sance-Schloss dar. Der im 13. Jahr­hun­dert erbau­te Wohn­sitz des Burg­gra­fen Diet­rich II. von Alten­burg thront majes­tä­tisch auf einem Fels­sporn über dem Fluss. Seine heu­ti­ge Form erhielt das weiße Bau­werk im 15. und 16. Jahr­hun­dert. Gerade im Herbst ist das Zusam­men­spiel der Farben eine Freude für das Auge. Der Weg führte fluss­auf­wärts an der Mul­den­schlei­fe vorbei. Die tief­stehen­de, unter­ge­hen­de Sonne sorgt in Ver­bin­dung mit dem Blatt­werk für ein beson­ders inten­si­ves Far­ben­spiel. Nach drei Stun­den kamen wir wieder am Aus­gangs­punkt an.

Schloss Augustusburg: Spaziergang durch die Felder mit Ausblick

Warum in die Ferne schwei­fen, wenn das Gute ist so nah. Dies war auch das Motto eines Sonn­tags­spa­zier­gangs im Novem­ber. Nur wenige Kilo­me­ter von der Berns­dor­fer Woh­nung ging es in den Adels­ber­ger Forst und die angren­zen­den Felder. Vorbei am Adels­berg­turm führte der Weg an Klein­ol­bers­dorf vorbei auf eine herr­li­che Lich­tung mit Blick zum Jagd­schloss Augustusburg.

Das Bau­werk wurde ähn­lich wie Schloss Rochs­burg im 16. Jahr­hun­dert im Stile der Renais­sance errich­tet. Kur­fürst August wählte den Platz bewusst, unter­strich es doch die füh­ren­de Stel­lung in der Region. Die Anhöhe ist aus allen Him­mels­rich­tun­gen weit­hin aus der Umge­bung sicht­bar. Sogar aus dem angren­zen­den Erzgebirge.

Krippenweg in Pockau: Weihnachten mal anders

Das Jahr 2020 war alles andere als normal. Und auch die jähr­li­chen Krip­pen­spie­le in meiner Hei­mat­ge­mein­de wurden auf ein Mini­mum redu­ziert. Statt­des­sen lud und lädt ein Krip­pen­weg zum Ent­de­cken ein, der die ein­zel­nen Sta­tio­nen der Weih­nachts­ge­schich­te beleuch­tet. Jeder Prot­ago­nist, ob Hirte, Engel, König oder Maria und Josef selbst, erzählt noch bis zum 6. Januar seine Geschich­te rund um die Geburt Jesus’. Dazu gab es kurze Denk­an­stö­ße – auch zum ver­gan­ge­nen Jahr und dessen posi­ti­ve Erlebnisse.

Denn auch wenn das Corona-Virus die Gescheh­nis­se bestimmt hat, so kann doch jeder auf die ein oder ande­ren Ereig­nis­se zurück­bli­cken. Und gerade diese (klei­nen) Dinge haben in diesem Jahr eine beson­ders hohe Wert­schät­zung erfah­ren. Sie wurden nicht von “außer­ge­wöhn­li­chen” Aben­teu­ern über­strahlt. Mir wurde das beim Durch­blät­tern der in diesem Jahr ins Leben geru­fe­nen Rubrik “Quar­tals­an­sich­ten” sicht­bar. Man muss nicht immer große Reisen machen, um tolle Erleb­nis­se zu haben. In diesem Sinne wün­sche ich euch und euren Liebs­ten einen guten Rutsch in das Jahr 2021 und alles Gute! Denkt posi­tiv und bleibt oder werdet negativ!


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